Jahresbericht des Oberturners 2001

zurück zur Übersicht der Berichte

Dieser Bericht wird etwas anders ausfallen, als in den vergangenen Jahren, aber keinesfalls weniger spannend. Wie immer bezieht sich mein Bericht auf die Aktivriege und die Geräteturner. Die Korbballer- sowie die Kunstturner-Infos sind ihren eigenen Berichten zu entnehmen

Darauf kann und sollte man stolz sein:

Alle diese Topleistungen wurden mit Personen aus unserer Aktivriege erzielt. BRAVO!!

Es gibt wohl kein anderer Verein im Kanton Zürich, der eine solche erfolgreiche Bilanz aufweisen kann. Es ist unser Glück, dass wir relativ viele erfolgreiche ehemalige Kunstturner bei uns haben, welche immer noch aktiv sind. Diese Tatsache erklärt aber keinesfalls diese Erfolge. Es gibt viele Vereine die ein ähnliches Potential aufweisen können, dieses jedoch nicht zu Nutzen wissen oder nicht wollen. Irgend wann wird jedoch diese Ära zu Ende gehen. Dann sieht es etwas düster aus mit unserem Nachwuchs. Darum liegt es mir sehr am Herzen, dieses Problem und die Lösung hier etwas aufzuzeigen. Wir haben eine gute und sehr breit abgesteckte Kinder- und Jugendförderung. Im Übergangsalter zwischen jugendlich und Erwachsen sein sieht es jedoch eher schlecht aus. Genau diese Lücke müssen wir unbedingt füllen, um in der Zukunft weiterhin grossartige Erfolge feiern zu können. Nächstes Jahr wird René Nef als Hauptleiter unserer Kunstturnerriege zurücktreten. Es ist uns allen klar, dass wir das heutige Angebot im Bereich Kunstturnen in der gleicher Art und Weise nicht weiterführen können. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Geräteriege der Mädchen aus allen Nähten platzt und die Leiterinnen in den oberen Kategorien an ihre eigenen Grenzen stossen. Aus diesem Grunde gibt es eine Gruppe (Vertreter aus der KUTU-Riege, Aktivriege, Damenriege & GETU-Riege) die sich diesem Problem angenommen hat und versuchen wird diese ganze Problematik zu lösen. Wir möchten keinesfalls die Kunstturnerriege auflösen, sondern lediglich das Angebot etwas reduzieren. Weiter ist nicht jeder talentierter Turner dazu geboren, ein guter Kunstturner zu werden, denn vielen fehlt der letzte notwendige Ehrgeiz und Wille. Wer diesem Leistungsdruck nicht ausgesetzt sein will, sollte die Möglichkeit bekommen, in eine Geräteriege umsteigen zu können. Diese Geräteriege kann in den unteren Stufen getrennt sein zwischen Mädchen und Knaben. In den höheren Stufen sehen wir uns fast gezwungen, aus leitertechnischen Gründen, diese Stunden gemeinsam durchzuführen. Wer sich aktiv als Leiter bei dieser Lösung beteiligen möchte, soll sich bitte bei mir melden. DANKE!

Nun möchte ich doch noch kurz auf die wesentlichsten Anlässe und Ereignisse von diesem Jahr zurück kommen.

An den kantonalen Minitrampmeisterschaften waren wir zahlenmässig stärker vertreten, als in anderen Jahren, trotz Abwesenheit von zwei Routiniers. Ich hoffe natürlich, dass wir diese Teilnehmerzahl in den nächsten Jahren halten können. In der Kategorie Elite konnten wir zum vierten Male in Folge den Mannschaftswettkampf für uns entscheiden. Wie bei uns schon fast üblich, mussten wir den Pokal aus den Händen von einem bereits als Sieger gekürten Verein entreissen, da unsere Mannschaft von der Wettkampfleitung leider schon wieder vergessen wurde.

An den diesjährigen Verbandsmeisterschaften haben lediglich die Geräteturner und die STV-Wettkampf-Bestreiterinnen teilgenommen, da am Sonntag, dem Sektionstag, gleichzeitig die Schweizermeisterschaften im Sie & ER Geräteturnen stattfanden. Unsere Senioren Erika, Marc und Ralph, sowie unser Jungturner (ich) bestritten alle einen sehr guten Wettkampf, wobei Marc und Ralph ihre Kategorie für sich entscheiden konnten. Ich selber konnte mit dem zweiten Rang auch zufrieden sein. Erika hingegen war mit ihrem fünften Rang etwas enttäuscht. Es sind gewisse Gerüchte im Umlauf, dass ein Kampfrichter sich in Zukunft vor Erikas Klauen (Fünfzentimeterfingernägel) in Acht nehmen muss.

Wie schon erwähnt, ging es am gleichen Wochenende noch im Sie & Er Geräteturnen um die Wurst. Die Familie Wutscher war vertreten, wie auch der Vereinsmix Bassersdorf / Niederhasli mit Alexandra Koblet und mir. Die routinierte Familie Wutscher zeigte einen ausgeglichenen Wettkampf und landete punktgleich mit der Familie Schatzmann von Wettingen auf dem dritten Rang. Meine Partnerin und ich hatten einen etwas verkorksten Start am Boden und konnten diesen Rückstand in den nur drei Disziplinen nicht mehr wettmachen und mussten uns mit dem 12. Rang zufrieden geben. Für nächstes Jahr, wo die Schweizermeisterschaft im Eidgenössischen Turnfest integriert ist, haben wir uns jedoch bereits wieder hohe Ziele gesteckt. Hoffentlich wird die Familie Wutscher auch wieder am Start sein. (Es soll einen Babyhort vor Ort haben.)

Als nächster Wettkampf stand der erste Sektionswettkampf im Rahmen vom Tannzapfen-Cup auf dem Programm. Etwas nervös, wie immer vor dem ersten Auftritt, gingen wir jedoch voll motiviert an den Start. Die Übungen gelangen uns noch nicht optimal, aber doch zufriedenstellend. Nach der Vorrunde lagen wir bei beiden Disziplinen auf dem zweiten Rang. Nach der seeehr laaangen Pause gaben wir alles, um die Erstplazierten der Vorrunde von der Spitze zu verdrängen. Dies gelang uns leider nicht, respektive diese Mannschaften konnten sich ebenfalls noch steigern. Somit gingen wir mit zwei Salamis für den Zweitrangierten und einem kleinen Vorgeschmack auf das TF in Teufen nach Hause.

Wieder einmal hatten wir am gleichen Wochenende zwei Wettkämpfe. Zum ersten Mal überhaupt fanden die kantonalen Meisterschaften im Vereinsturnen statt. Diese Wettkämpfe wurden im kantonalen Turnfest in Neftenbach integriert, was für einige Verwirrungen sorgte. "Gömmer jetzt uuf Neftebach?" - "Jaaa" - "As Turnfäscht?"- " Nein" - "Hääää?!?" Am Morgen fanden noch die kantonalen Meisterschaften im Sie & Er Geräteturnen statt. Da konnten Alexandra und ich in Abwesenheit von der Familie Wutscher so richtig auftrumpfen und diesen Wettkampf erstmals als Sieger beenden. Die Freude über diesen Erfolg war riesengross. Vielen Dank an die zahlreichen Fans für ihre Unterstützung. Direkt von der Siegerehrung ging es zurück ins Turnerzelt, wo meine Mannschaft bereits daran war sich für die erste Darbietung bereit zu machen. Wir konnten uns wiederum gegenüber der am Vortag gezeigten Übungen steigern und kamen bei beiden Geräten in den Final, den wir gleich auch noch in beiden Disziplinen für uns entscheiden konnten. Zur Abrundung des sehr erfolgreichen Tages, konnte sich unsere Damenriege am Schulstufenbarren den dritten Rang für sich in Anspruch nehmen. An diesem Tag wurde ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Turnverein Niederhasli geschrieben. Bravo an alle Beteiligten und Danke an die treuen Fans.

Am Appenzeller Turnfest in "Tüüfe" jagte ein "Tüüf" das andere. Ich glaube, so schlecht wurde noch nie im Vorfeld über ein Turnfest gesprochen, aber man soll ja bekanntlich niemals nie sagen. Am Einzelwochenende waren einige Leichtathleten am Start sowie die Jugendriege und die Einzelgeräteturner. Die Lightathleten hatten leider etwas Verletzungspech, dafür am Sonntagabend alle einen roten Kopf. Bei den Turnern könnte man sagen, nichts neues aus dem Westen. Ralph Turnfestsieger, alle anderen mit der Leistung der Kampfrichter unzufrieden, Roger zu schwer geturnt, Komma.

Am zweiten Wochenende fuhren wir erstmals mit unserem Soundwägeli vor. Dieses Wägeli war der absolute Hit des Sommers und hat das ganze Turnfest in "Tüüfe" gerettet. Danke Sergio und danke Fäbe für die super Idee und den vorbildlichen Einsatz. Nun, zur Leistung unserer Riege lässt sich nicht viel sagen. Geturnt haben wir sehr gut. In der Leichtathletik, 80m PS, haben wir uns alle Mühe gegeben. Am Schluss reichte es in unserer Stärkeklasse zum hervorragenden zweiten Rang. Speziell zu erwähnen ist, dass wir am Sonntagmorgen ("Häbed dä Barre still, suscht verwütschi die Hölme nie!!") mit unserer Gerätekombination an den Schlussvorführungen teilnehmen konnten und dass unsere Jungturnerinnen unbedingt vom Einfluss fremder Vereine mehr geschützt werden müssen.

Unser Hasli Nachtlauf, der bereits zum zweiten Male durchgeführt wurde, konnte erfreulicherweise einen Zuwachs an Läuferinnen und Läufer verzeichnen. Die Fehler vom letzten Jahr wurden korrigiert und das Wetter spielte auch mehr oder weniger mit. Während dem Lauf erreichte der Wind fast Orkanstärke und danach wurde unsere Bar noch etwas nass. Trotz allem können wir auf einen tollen Anlass zurück blicken, bei dem wir auch etwas Geld in die Kasse bringen konnten. Die Party ging auf jeden Fall bis weit in die Nacht hinein. Speziellen Dank an Roman für seinen tollen Einsatz.

Frisch erholt von den Sommerferien, reisten wir wieder nach Egg, um den Vorbereitungswettkampf für die Schweizermeisterschaft im Vereinsturnen zu bestreiten. Wir konnten uns jeweils von der Erstrunde auf die Zweitrunde steigern, nur spiegelte sich dies nicht in der Notengebung wieder. Mit den bisher tiefsten Schaukelringnoten kamen wir auch nicht auf das Stockerl und mussten uns mit dem undankbaren vierten Rang begnügen. In der Kombination reichte es immerhin für den dritten Rang. Die Noten waren jedoch alles andere als vielversprechend für die SM.

An den kantonalen Meisterschaften im Geräteturnen, konnte ich die Gunst der Stunde nutzen. Ralph war gesundheitlich etwas angeschlagen und nicht im Besitze seiner vollen Kräfte und dies nützte ich schamlos aus. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist lediglich, dass ich von Oliver Bur (Orpund) geschlagen wurde und somit auf dem zweiten Rang den Kantonalmeisterpokal entgegennehmen durfte. Bei den Grufties, sorry den Senioren, konnte sich Marc wieder problemlos durchsetzen. Roger zeigte einen sehr ausgeglichenen Wettkampf, musste jedoch am Sprung eine sehr tiefe Note entgegennehmen, da er zwei zu schwere Sprünge zeigte. Der Coach lernt immer wieder. Roger, nächstes Jahr schlagen wir zu!

Der Höhepunkt des Jahres war ganz klar die Schweizermeisterschaft im Vereinsturnen. Ich möchte gar nicht gross auf die Details eingehen, ich musste die Umstände von diesem Wochenende so oft wiederholen und dies meist in einer verteidigenden Weise, dass ich hier darauf verzichte. An den Schaukelringen haben wir tatsächlich eine sehr schlechten Tag erwischt und konnten nicht an unsere bisherige Leistungen anknüpfen. Dennoch reichte es am Ende auf den 10. Rang (von 31). In der Kombination waren wir schon nach der Vorrunde an der Tabellenspitze und konnten diese Position auch im Finale verteidigen. Unsere Freude war und ist riesengross, nur waren die Umstände nicht so glücklich, dass wir den Sieg erst im Zürcher Hauptbahnhof richtig feiern konnten. Dieses Erlebnis werde ich persönlich nie vergessen. Ich möchte allen Turnerinnen und Turner danken für ihren harten Einsatz und das Vertrauen in mich und meinen Ideen. Ich hoffe, wir werden gemeinsam noch viele Erfolge und Feste feiern können. Dankeschön.

Die diesjährige Turnfahrt war alles andere als typisch. Anstrengend, Nass, aktiv, zu Fuss gehen, dies war für viele Teilnehmer Neuland. Nach einer gewissen Angewöhnungsphase hatten jedoch alle ihren Spass. Erwähnenswert ist sicherlich, dass gleich drei Schwangere aus den eigenen Reihen mit dabei waren. Ich bin überzeugt die Babys haben die ganze Fahrt sehr genossen und möchten dies sobald wie möglich wiederholen. Allen werdenden Eltern wünsche ich, dass die Babys gesund zur Welt kommen und bald in unserer Turnerfamilie begrüsst werden können (Auch wenn nur im Baby-Egge). Ich freue mich sehr für Euch (Wenn ihr nicht Tag ein Tag aus davon sprecht).

Auch dieses Jahr hat es wieder zwei unserer Aktivturner in den Bann der Ehe gezogen. Bei sommerlichen Temperaturen durften wir eine sehr schöne und unterhaltsame Hochzeit von Micha und Stefan Schlatter miterleben. Das felsige Restaurant sorgte für eine urchige Atmospäre, die wir alle sehr genossen. Euch beiden (dreien) alles Gute von der gesamten Aktivriege.

Ein weiteres Highlight war natürlich die Hochzeit von Denise und Peter. Für mich war es zwar ein sehr strenges Weekend mit einer sehr langen Vorbereitungszeit, dennoch eines der Schönsten überhaupt in diesem ganzen Jahr. Das Wetter konnte wirklich nicht sommerlicher (im Oktober) sein. Auch Euch beiden (dreien) wünsche ich im Namen der ganzen Aktivriege von allem nur das Beste.

Danke für Eure Aufmerksamkeit.

Mit Tricks und Gägs tschau zäme.

Eue Stresser

Pirmin

zurück zur Übersicht der Berichte